Ratgeber · Stand Oktober 2026
PV-Angebot prüfen: Checkliste
Woran du ein Photovoltaik-Angebot erkennst, das vollständig ist: Leistung, Komponenten, Speicherpreis, Gerüst, Zählerschrank, Anmeldung und Anzahlung. Nach den Punkten der Verbraucherzentrale.
Zuerst den Umfang, dann den Preis
Zwei Angebote mit demselben Endbetrag können verschiedene Anlagen sein. Die Verbraucherzentrale stellt den Umfang vor den Preis: alle Bauteile und Arbeiten für Montage und Netzanschluss sollen im Kostenvoranschlag stehen, und die Komponenten sollen benannt sein. Ein Standardpaket ersetzt keinen Blick auf das konkrete Dach.
Vor dem Angebot gehört ein Termin vor Ort. Die Verbraucherzentrale nennt außerdem den Blick auf Denkmalschutz und den Bebauungsplan, falls die Gemeinde etwas anderes vorsieht als die sonst übliche Genehmigungsfreiheit kleiner Dachanlagen.
Checkliste
Geh ein Angebot Punkt für Punkt durch. Was fehlt, ist ein Nachtrag und kein Rabatt.
- Anlagenleistung in kWp, nicht nur die Modulstückzahl.
- Modul und Wechselrichter mit Typ. String- und Modulwechselrichter sind verschiedene Geräte und verschieden teuer.
- Speicher: nutzbare Kapazität in kWh, nicht nur die nominale, und ein Preis, der sich von der Anlage trennen lässt.
- Arbeitskosten vollständig: Montage, Gerüst oder andere Absturzsicherung, Inbetriebnahme.
- Zählerschrank, falls ein Umbau nötig ist, als eigene Position oder ausdrücklich als enthalten.
- Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, das dem Installationsbetrieb zu überlassen. Die Pflicht bleibt beim Betreiber.
- Garantiezeiten für Module, Wechselrichter und Speicher, jeweils als Zahl und nicht als „branchenüblich“.
- Zahlungsplan. Keine Vorkasse für Arbeit, die noch nicht geleistet ist.
- Preis je kWp und, wenn ein Speicher dabei ist, Preis je kWh. So werden verschieden große Angebote vergleichbar.
Was der automatische Check daraus macht
Der Upload auf dieser Seite liest dieselben Punkte aus dem PDF oder dem Foto, soweit sie lesbar sind. Fehlende Umfangspunkte zählt er als Kostenrisiko, nicht als bewiesene Mehrkosten. Eine gültige Postleitzahl braucht er nur für den Ertragsabgleich.
Die ausführliche Papier-Checkliste der Verbraucherzentrale NRW bleibt die Vorlage zum Selbstabhaken. Der Upload ersetzt sie nicht, er sortiert ein einzelnes Angebot nach festen Regeln.
Häufige Fragen
Reicht ein Angebot?
Die Verbraucherzentrale rät, mehrere Angebote zu vergleichen. Dieselbe Anlagengröße wird zu deutlich verschiedenen Preisen angeboten. Ein Ortstermin gehört dazu, ein Standardpaket passt nicht auf jedes Dach.
Was muss im Angebot stehen?
Leistung in kWp, benannte Module und der Wechselrichter, beim Speicher die nutzbare Kapazität und ein eigener Preis, dazu Montage, Gerüst, Zählerschrank, Inbetriebnahme und die Anmeldung, wenn diese Arbeiten nötig sind.
Wie hoch darf die Anzahlung sein?
Die Verbraucherzentrale sagt: keine Vorschüsse für Leistungen oder Lieferungen, die noch nicht erbracht sind. Eine konkrete Prozentgrenze nennt sie dort nicht. Der Check auf dieser Seite markiert hohe Anzahlungen nach seinen eigenen Regeln.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Planung einer Solaranlage — Umfang vor dem Preis prüfen, Gerüst und Zählerschrank, keine Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.
- Verbraucherzentrale NRW: Checkliste Photovoltaik-Angebote (PDF) — Vergleich mehrerer Angebote. Nutzbare Speicherkapazität, getrennter Speicherpreis, grobe Orientierung 1 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
- Finanztip: Photovoltaik — Preis je kWp und je kWh als schneller Vergleich zwischen Angeboten.
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Angebot gegen diese Punkte legen
Der Check ist kostenlos. Er liest dein Angebot und wendet feste Regeln an. Keine Vermittlung, keine Provision.
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